Die Grundsteuer-reform 2022

Zum 1.Januar 2025 tritt die Grundsteuerreform in Kraft. Die Reform war erforderlich, weil das Bundesverfassungsgericht die bisherige Wertermittlung als Verfassungswidrig erklärt hat. Auch wenn die neue Grundsteuer erst in 2025 in Kraft tritt, besteht bereits im Jahr 2022 Handlungsbedarf für alle Immobilieneigentümer. Was Sie in 2022 erledigen müssen und wieviel Zeit Sie dafür haben, erfahren Sie im nachfolgenden Beitrag.

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Bundesverfassungsgericht bestätigt Verfassungswidrigkeit hoher Steuerzinsen

Mit Beschluss vom 18.08.2021 hat das Bundesverfassungsgericht die Verfassungswidrigkeit des Zinssatzes für Steuernachzahlungen und Erstattungen festgestellt. Während es aber bei Veranlagungszeiträumen bis einschließlich 2018 bei der bisherigen Verzinsung bleibt, hat der Gesetzgeber bis zum 31.7.2022 zeit, für Veranlagungsjahre ab 2019 eine Neuregelung zu treffen. Pressemittelung: https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-077.html Bislang wurden Steuernachzahlungen und Steuererstattungen nach Ablauf einer Karenzzeit von 15 Monaten einheitlich mit 6% pro Jahr verzinst. Da dieser Zins deutlich oberhalb der aktuellen Kapitalmarktzinsen liegt, kann davon ausgegangen werden, dass sich die Zinsen reduzieren werden. Wie genau aber die Neugestaltung aussehen wird, bleibt abzuwarten. Akuter Handlungsbedarf dürfte aber nur in den wenigsten Fällen bestehen. Das Finanzamt erlässt Zinsbescheide seit längerer Zeit in Hinblick auf die Verfassungswidrigkeit der Zinsen "vorläufig", so dass Änderungen in Bezug auf die Zinshöhe von Amts…

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Unwetter- und Katastrophenerlasse der Finanzministerien

Mit Schreiben vom 26.07.2021 hat das Bayrische Finanzministerium einen geänderten "Katastrophenerlass" veröffentlicht. https://www.finanzamt.bayern.de/Informationen/Steuerinfos/Weitere_Themen/Steuerliche_Hilfsmassnahmen/2021-07-20_Unwettererlass_StMFH_Juli_2021.pdf Auch wenn der Name leicht in die Irre führen kann - Gegenstand des Erlasses sind umfangreiche Hilfe für alle Personen, welche durch die schweren Unwetter Ende Juli und die damit einhergehende Hochwassersituation betroffen waren. Vergleichbare Erlasse haben auch andere Finanzministerien aus ebenfalls betroffenen Bundesländern veröffentlicht. Inhalt der Erlasse sind u.a. Stundung von Steuerzahlungen bis 31.10.2021Möglichkeit zur Anpassung von VorauszahlungenErleichterter Zuwendungsnachweis für Spenden zu Gunsten von Hochwasseropfern im Rahmen von SpendenaktionenAbzugsmöglichkeit von Zuwendungen an Geschäftspartner zur Aufrechterhaltung von GeschäftsbeziehungenRegelungen zum Verlust von BuchführungsunterlagenRegelungen zu Sonderabschreibungen für den Wiederaufbau von Betriebsgebäuden und VermietungsobjektenRegelungen zu Sonderabschreibungen für die Ersatzbeschaffung von beweglichen AnlagegüternSonderreglungen für die Unterstützung von betroffenen Arbeitnehmern in Bezug auf die LohnsteuerRegelung für den Erlass der…

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Besteuerung des Veräußerungsgewinns eines häuslichen Arbeitszimmers

Wir ein Gebäude innerhalb der 10-jährigen "Spekulationsfrist" veräußert, unterliegt der Veräußerungsgewinn in der Regel der Besteuerung. Etwas anderes gilt beispielsweise dann, wenn das Objekt ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde. Enthält das Gebäude allerdings ein Arbeitszimmer, welches für Zwecke der Überschusseinkünfte (z.B. Einkünfte aus nichtselbstständiger Tätigkeit, Vermietungseinkünfte) genutzt wird, ist Vorsicht geboten: Die Finanzverwaltung vertritt hier die Auffassung, dass der auf das Arbeitszimmer entfallende Veräußerungsgewinn der Besteuerung unterliegt. Hintergrund hierfür ist, dass das Arbeitszimmer insoweit gerade nicht Wohnzwecken dient https://esth.bundesfinanzministerium.de/esth/2016/C-Anhaenge/Anhang-26/inhalt.html. Mit Urteil vom 1.3.2021 hat der Bundesfinanzhof der Ansicht der Finanzverwaltung allerdings eine Absage erteilt. In seinem Urteil hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass auch der auf das Arbeitszimmer entfallende Anteil nicht der Besteuerung unterliegt. In entsprechenden Fällen sollte entsprechend geprüft werden, ob gegen den Bescheid beispielsweise im…

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Der Einsatz von Kennzahlen im Rahmen der Qualitäts-BWA

Forderungsquote, Umsatzrendite und operativer Cashflow. Kaum ein Unternehmer hat keine Berührungspunkte mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Leider sehen viele Kaufleute die hinter den Kennzahlen stehenden Zahlen nur als lästige Pflicht (z.B. um ein neues Betriebsmitteldarlehen von der Bank zu erhalten). Wer die Kennzahlen und deren Bedeutung versteht kann nicht nur den Erfolg des Unternehmens besser einschätzen - vielmehr können auch zukünftige Probleme frühzeitig erkannt werden. Dies bietet die Möglichkeit rechtzeitig gegenzusteuern und entsprechende Maßnahmen zu treffen. In der Praxis werden Unmengen an Kennzahlen verwendet, beispielsweise im Bereich der Finanzen oder im Bereich des Vetriebs. Viel wichtiger als der Einsatz vieler Kennzahlen ist aber der Einsatz und das Verständnis der richtigen Kennzahlen. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass nicht jede Kennzahl für jedes Unternehmen ohne Anpassung verwendet werden kann. Hierbei…

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Steuerliche Anerkennung von Bewirtungsaufwendungen

Mit Schreiben vom 30.6.2021 hat das Bundesministerium der Finanzen ein Schreiben zur steuerlichen Anerkennung von Bewirtungsaufwendungen veröffentlicht (Link). Welche Voraussetzungen muss ein ordnungsgemäßer Bewirtungsbeleg mindestens erfüllen? Zunächst muss die Rechnung selbst ordnungsgemäß sein. Sie muss also alle gesetzlich geforderten Angaben enthalten. Hierzu gehören beispielsweise die Angaben zum Bewirtungsbetrieb und eine vollständige Leistungsbeschreibung. Die Leistungsbeschreibung darf dabei nicht zu allgemein sein. Die Angabe "diverse Speisen und Getränke" ist in der Regel nicht ausreichend. Hintergrund ist, dass im Falle eine Belegprüfung die Anzahl der bestellten Speisen und Getränke mit der Anzahl der bewirteten Personen abstimmbar sein muss. Daneben müssen auch die für Bewirtungsbelege zusätzlich geforderten Angaben zeitnah dokumentiert werden. Dies kann entweder auf dem Beleg selbst oder auf einem zusätzlichen Eigenbeleg erfolgen: Teilnehmer der BewirtungAnlass der BewirtungUnterschrift Der Anlass…

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Vorsteuerabzug bei Homeoffice-Vermietung an den Arbeitgeber

Mit Urteil vom 7.5.2020 hat der 5. Senat des BFH entschieden, dass sich bei einer umsatzsteuerpflichtigen Vermietung des häuslichen Arbeitszimmers an den Arbeitgeber der Vorsteuerabzug auch auf einen Sanitärraum erstrecken kann. Dies gilt jedoch nicht, wenn es sich bei dem Sanitärraum um ein mit Dusche und Badewanne ausgestattetes Arbeitszimmer handeln kann. Insgesamt kann die Vermietung des häuslichen Arbeitszimmers an den Arbeitgeber mehrere Vorteile mit sich bringen. Zum einen können die Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer steuerlich geltend gemacht werden, zum anderen besteht auch die Möglichkeit, sich einen Teil der in Rechnung gestellten Vorsteuerbeträge vom Fiskus zurückzuholen. In jedem Fall sollte hier aber auf eine ordentliche Gestaltung geachtet werden, damit das Vermietungsmodel vom Fiskus auch akzeptiert wird.

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Berücksichtigung der Instandhaltungsrückstellung bei der Grunderwerbsteuer

Mit Urteil vom 16.9.2020 hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass der beim Kauf von Sondereigentum vereinbarte Kaufpreis nicht um die darin enthaltene "Instandhaltungsrücklage" bzw. "Instandhaltungsrückstellung" zu mindern ist. Bislang war es gängige Praxis, den auf den Verkäufer entfallenden Anteil der Instandhaltungsrücklage im Kaufvertrag gesondert auszuweisen. Für Zwecke der Grunderwerbsteuer wurde dies steuermindernd berücksichtigt. Begründet wird diese Auffassung damit, dass die Instandhaltungsrücklage nicht dem Verkäufer sondern der Wohnungseigentümergemeinschaft zuzurechnen ist und damit auf ein anderes Rechtssubjekt entfällt. Sie kann damit im Rahmen des Erwerbsvorgangs nicht auf den Käufer übergehen. Eine Aufteilung des Gesamtkaufpreises ist damit nur für diejenige Fälle geboten, bei denen der Kaufpreis auch auf Gegenstände entfällt, welche nicht der Grunderwerbsteuer unterliegen (z.B. Einrichtungsgegenstände).

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Jahressteuergesetz 2020

Der Bundesrat hat dem Jahressteuergesetz 2020 am 18. Dezember 2020 zugestimmt. Damit kommt es zu umfangreichen Änderungen, welche beispielsweise im Rahmen der Einkommensteuererklärung möglicherweise beachtet werden müssen. Zum Beispiel: Sofern die Voraussetzungen für den Ansatz eines häuslichen Arbeitszimmers nicht vorliegen oder auf den Ansatz verzichtet wird, kann eine "Homeoffice-Pauschale" von 5 € pro Tag (maximal 600 € pro Jahr) angesetzt werden. Der Betrag wird allerdings nicht zusätzlich zum Arbeitnehmer-Pauschbetrag gewährt. Die Homeoffice-Pauschale wird auch dann gewährt, wenn für die Tätigkeit kein eigenes Zimmer zur Verfügung steht.Die Frist für die Gewährung von "Corona-Prämien" wurde bis Juni 2021 verlängert. Sofern der Maximalbetrag bereits ausgeschöpft ist, darf die Prämie nicht nochmals gewährt werdenDie Freigrenze für Sachbezüge wird ab dem 1.1.2021 von 44 € auf 50 € angehoben.Bei der verbilligten Wohnungsvermietung…

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Auswirkung der Corona-Pandemie auf Betriebswirtschaftliche Auswertungen

Auf Grund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Einschränkungen in nahezu allen wirtschaftlichen und privaten Bereichen wird es aller Voraussicht nach im Laufe des Jahres 2021 zu einer Vielzahl von Insolvenzen kommen. Unternehmen, welche die Pandemie überstehen, benötigen häufig zusätzliche liquide Mittel in Form von Fremdkapital. Auf Grund der drohenden Insolvenzwelle werden die Banken allerdings erhöhte Anforderungen an die vorzulegenden betriebswirtschaftlichen Auswertungen und Finanzplanungen stellen. Um wertvolle Zeit bei der Beantragung von Fremdkapital zu sparen können Unternehmen von Anfang an auf eine qualitativ hochwertige Buchhaltung mit entsprechenden Auswertungen setzen. Informieren Sie sich jetzt über die Möglichkeiten einer Qualitäts-BWA.

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